Im Juli 2009, wollte ich die Muschel auf meiner Terrasse etwas von ihren verblühten Pflanzen befreien. Mehr durch Zufall entdeckte ich dabei recht seltsame Gebilde an den Pflanzen. Neugierig geworden machte ich mich also im Internet auf die Suche. Da diese Gebilde auch Punkte aufwiesen, kam ich ziemlich schnell zu den Abbildungen der Marienkäferlarven.So wie es aussah, hatte ich Larven gefunden die sich im letzten Stadium ihrer Verpuppung befanden. Und wie bei der Geburt eines Menschen auch, gibt es gewisse Richtlinien wie lange das ganze dauert. Ich weiß nicht mehr wie lange es noch war, aber seitdem schaute ich immer mal wieder nach ihnen. Eines Morgens war es dann endlich so weit. Von den fünf oder sechs Larven die ich gefunden hatte, war noch eine einzige nicht geschlüpft. Bewegte sich aber unentwegt hin und her. Also Kamera raus, Stativ aufgebaut und los ging’s. Ich habe wohl vorher noch nie in meinem Leben so eine großartige ,,Sache” fotografiert. Es war unglaublich. Wie bei der Geburt eines Kindes saß ich neben der Larve und beobachtete ( und fotografierte ) jede Bewegung dieses kleinen Wesens. Als er es endlich geschafft hatte und gelb und ohne Punkte, erschöpft auf der leeren Hülle saß, da liefen mir die Tränen. Diese Bilder liegen nun schon seit über anderthalb Jahren auf meinem Computer. Aber das war so ein schönes Erlebnis, dass ich sie dort nicht ungeachtet liegen lasse wollte. Also bekommen sie eine eigene Seite. Ich hoffe von ganzen Herzen, dass ihr genauso viel Freude beim anschauen dieser Fotos habt, wie ich beim fotografieren.
Namaste
Kerstin











